Internet News 06-21 / Rund ums Holz: Klimaforscher für radikale Bauwende

Klimaforscher für radikale Bauwende

Massivholz
Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber, Grün­der und ehe­ma­liger Direk­tor des Pots­dam-In­sti­tut für Klima­folgen­for­schung, for­dert eine radi­kale Bau­wende.

Nur unter Einbeziehung der gebauten Umwelt in die Klima­glei­chung be­stehe eine Chance, die 2-Grad-Linie von Paris zu halten. Etwa 11 Prozent der globa­len Emis­sionen gingen direkt auf das Konto der Beton­produk­tion. Wenn Beton wo immer mög­lich durch orga­nische Mate­ria­lien wie Holz er­setzt würde, ließen sich er­heb­li­che Mengen klima­schäd­licher Emis­sio­nen ver­meiden.

Darüber hinaus entstehe so eine mächtige CO2-Senke. Die Modell­rech­nung Schelln­hubers: Ein Ein­fami­lien­haus aus Massiv­holz kom­pen­siere allein schon den CO2-Aus­stoß von 100 Hin- und Rück­flügen zwi­schen Berlin und New York. Gleich­zeitig for­dert Schelln­huber ver­bind­liche Ziel­set­zungen für den Holz­bau im nächs­ten Koa­li­tions­ver­trag und eine zeit­gemäße Reform der Bau­vor­schrif­ten. Ab sofort sollten Neu- und Er­wei­te­rungs­bauten in Deutsch­land über­wie­gend aus Holz von nach­hal­tiger Forst­wirt­schaft gebaut werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter unter www.bauhausdererde.org.