News 05-21 Zusammenfassung aller Beiträge

MAGAZIN

Wissensplattform Wald-Wiki online

Wissensplattform Wald-Wiki online
Der Wald und die Forstwirtschaft stehen vor gro­ßen Heraus­for­de­rungen hin­sicht­lich der An­pas­sung an zu erwar­tende und bereits ein­ge­trof­fene Klima­ände­rungen. Nach weit ver­brei­teter Mei­nung und den Er­fah­rungen aus den Jahren 2018 bis 2020 über­stei­gen die Risi­ken bei Weitem die posi­ti­ven Neben­effekte.
Um das Wissen rund um diese Ent­wick­lung zu bündeln und sowohl Wald­be­sit­zern als auch einer breiten Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen, wurde das Kom­pe­tenz-Netz­werk Klima­wandel, Krisen­mana­ge­ment und Trans­for­ma­tion in Wald­öko­sys­te­men, kurz „WIKI-Web2.0“, ein­gerich­tet. Mit Hilfe der inter­net­basier­ten Platt­form kann so zu­künf­tig besser auf Schad­ereig­nisse rea­giert und der Aus­tausch zwischen Wissen­schaft und Praxis ver­bes­sert werden.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter www.wald-wiki.de.
 

Gebäudebereich hinkt beim Klima­schutz hinterher

Umweltbundesamt
Nach den Erhebungen des Umwelt­bundes­amtes (UBA) wurden im ver­gan­ge­nen Jahr 739 Millio­nen Ton­nen Treib­haus­gase frei­gesetzt, 8,7 Pro­zent weniger als 2019. Damit hat Deutsch­land seine selbst­ge­steck­ten Klima­ziele für 2020 er­reicht.

Rund ein Drittel der Minderungen davon ent­fallen aller­dings auf den Ver­kehrs- und Energie­bereich. UBA-Präsi­dent Dirk Messner meint dazu: „Ohne die Coro­na-Lock­downs mit den Ein­schrän­kungen bei Pro­duk­tion und Mobi­li­tät hätte Deutsch­land sein Klima­ziel für 2020 ver­fehlt“.

Der Gebäudesektor hat sein Ziel bei der Klima­bilanz 2020 um zwei Millio­nen Ton­nen CO2-Äqui­va­lent ver­fehlt. „Eine Erhö­hung der Sanie­rungs­rate ist drin­gend not­wen­dig“, for­dert des­halb Jan Peter Hinrichs, Geschäfts­führer des Bundes­ver­bands energie­effi­ziente Gebäu­de­hülle (BuVEG). Dazu müss­ten Gebäu­de, die jetzt moder­ni­siert würden, kompa­ti­bel mit den Klima­zielen 2050 sein. Das bringe nicht nur Vor­teile für den Klima­schutz, sondern för­dere auch Gesund­heit und Kom­fort der Bewoh­ner.

Mehr zu diesem Thema finden Sie u. a. unter www.umweltbundesamt.de und buveg.de.

 

Fenster-Merkblatt auf Stand des GEG

Verband Fenster + Fassade
Der Verband Fenster + Fassade (VFF) hat sein Merk­blatt ES.02: 2020-09 „An­for­de­rungen des Gebäu­de­energie­gesetz (GEG) für Fens­ter, Türen und Fas­sa­den“ an das neue Gebäu­de­energie­gesetz GEG an­ge­passt, das am 1. No­vem­ber 2020 in Kraft getre­ten ist.

Das GEG führt die bisherigen Rege­lungen von EnEG, EnEV und EEWärmeG zu­sam­men. Das Merk­blatt er­läu­tert direk­te und in­direk­te An­for­de­rungen aus dem GEG an Fens­ter, Türen und Fas­sa­den und gibt Hin­weise für die Planung.

Zu den Neuerungen und Anpassungen des Merk­blattes zählen der Hin­weis auf die geän­derte An­for­de­rung an die Aus­füh­rung der Gebäu­de­hülle und die neuen Kenn­werte für Glas­dächer und (Dach-)Licht­bänder zur Re­fe­renz­berech­nung der Wohn­gebäude. Neu ist auch die Ver­pflich­tung der Fach­unter­neh­men, bei An­ge­bots­abgabe den Eigen­tümer in be­stimm­ten Fällen schrift­lich auf die Pflicht zur Füh­rung eines Bera­tungs­gesprächs hin­zu­weisen.

Weitere Informationen zu diesem Thema unter Leseprobe ES.02 2020-09 (PDF) und www.window.de.
 

Holzbasierte Biopaste gewinnt ThinKing Award 2020

ThinKing Award
Leichtbau ist eine der Ant­wor­ten auf die drän­gende Klima­frage, denn durch Leicht­bau­lö­sungen wird nicht nur Mate­rial ein­ge­spart, sondern auch CO2.

Leichtbau BW zeichnete deshalb mit dem Thin­King Award baden-würt­tem­ber­gische Unter­nehmen und For­schungs­ein­rich­tungen aus, die sich dem Thema Res­sour­cen­schutz und CO2-Reduk­tion wid­men. Der erste Platz ging an die Profes­sur für Forst­liche Bio­mate­ria­lien an der Uni­ver­si­tät Frei­burg und ihre Leicht­bau­lösung „Wood­mimetics3D“.

Bislang schien es utopisch, technische Bau­teile aus holz­basier­ten Bio­poly­meren zu drucken. For­schern der Uni­ver­si­tät Frei­burg und des Frei­burger Mate­rial­for­schungs­zent­rums ist es nun ge­lun­gen, nach den Prinzi­pien des Green Enginee­ring eine holz­basierte Bio­paste zu ent­wickeln. Während 3-D-Druck durch Weglassen von Material, z. B. durch Gitter­struk­turen, an sich schon eine Leicht­bau­methode ist, ist Wood­mimetics3D dazu noch ein CO2-neutraler Werk­stoff aus Lignin.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter www.leichtbau-bw.de.
 

Pommernkogge erhält Rah aus Douglasie

Douglasie
© Christina Möller/Bundesforst
Die gemeinnützige Tochter­gesell­schaft der Deut­schen Bundes­stif­tung Umwelt (DBU), das DBU Natur­erbe, spendet zwei Dougla­sien­stämme für die Fer­ti­gung einer Schiffs-Rah.

Als eine von sieben fahrenden Koggen in der EU gehört der Nach­bau der Pommern­kogge „Ucra“ aus dem Jahr 1430 zum mari­ti­men kul­tu­rellen Erbe Euro­pas.

Aus mindestens einem der beiden Stämme wollen die ehren­amt­lichen Schiffs­bauer im Laufe des Jah­res eine neue 17 Meter breite und in der Mitte etwa 40 Zen­ti­meter dicke Rah fer­ti­gen. So wird im Schiff­fahrts­jargon eine waage­rechte Stange am Mast be­zeich­net, an der das Segel an­ge­bracht ist. „Doug­la­sien sind ver­gleichs­weise fle­xi­bel, harzen aber wenig – für die Fer­ti­gung einer Rah sind das gute Vor­aus­set­zun­gen“, er­klärt Ver­eins­vor­sit­zen­der des Tra­di­tions­schiffs­vereins „UCRA – die Pom­mern­kogge e.V.“, Lothar Hoffmann. Der Baum­stamm wird das etwa 400 Kilo­gramm schwere und 180 Qua­drat­meter große Segel­tuch der Ost­see­kogge tragen.
Mehr zu diesem Thema finden Sie u. a. unter www.dbu.de.

 

TERMINE

Messen und Veranstaltungen

Logo Bauhaus-Akademie Holz als Baustoff · Holzschutz
Seminar der Bauhaus-Akademie Schloss Ettersburg
Ettersburg bei Weimar
31. Mai
Mehr Info unter www.bauhausakademie.de

 

BUCHTIPP

Gartenglück

Gartenglück
Von Jana Henschel und Ulrike Schacht
2021
160 Seiten
Gebunden
20,- Euro
ISBN 978-3-7667-2524
Erschienen im Callwey Verlag, München.
Weitere Informationen unter www.callwey.de

Nach Feierabend und am Wochenende widmen sich die Auto­rin­nen in ihren Schreber­gärten ihren Zuc­chini, Stauden­beeten, Wild­blumen­wiesen und Kräuter­beeten. Das Buch lädt ein, hinter die Garten­zäune und Hecken zu blicken und bietet Inspi­ra­tion und Anre­gungen für den eignen Gar­ten. Es verrät per­sön­liche Tipps und Tricks rund um das Leben im Schreber­garten und zeigt, wie man sich sein eigenes grünes Zu­hause schaf­fen kann.

Nach dem Bestseller „Garden Girls“ ist dies die aktua­li­sier­te Neu­ausgabe in kom­pak­tem Format.
 

Fachwissen Fliesentechnik

Mit Fragen, Antworten und Beispielen für Ausbildung und Praxis

Fachwissen Fliesentechnik
Von Reinhold P. Bäder et al.
2021
3., aktualisierte Auflage
297 Seiten mit 261 farbigen Abbildungen und 34 Tabellen
Format 16,8 x 24,0 cm
Kartoniert
49,- Euro
ISBN 978-3-481-04146-5
Erschienen in der Verlagsgesellschaft Rudolf Müller, Köln.
Weitere Informationen unter www.baufachmedien.de

Das Buch berücksichtigt die wichtigsten aktu­ellen Regel­werke des Fliesen­leger-, Natur­stein­leger- und Estrich­leger­hand­werks, lie­fert wesent­liches Fach­wissen, skiz­ziert Fall­bei­spiele aus dem Berufs­all­tag des Fliesen­legers und gibt Lö­sungen typi­scher Problem­stel­lungen aus der Praxis vor. Ge­ziel­te Fragen und Ant­worten am Ende eines jeden Kapi­tels helfen, Detail­wissen syte­ma­tisch zu er­ar­bei­ten und zu lernen.
 

Gärten des Jahres 2021

Gärten des Jahres 2021
Von Konstanze Neubauer und Hanne Roth
2021
320 Seiten
Gebunden
59,95 Euro
ISBN 978-3-7667-2507-3
Erschienen im Callwey Verlag, München.
Weitere Informationen unter www.callwey.de

Landschaftsarchitekten, Gartengestalter sowie Garten- und Land­schafts­bauer waren erneut auf­geru­fen, beson­ders gelun­gene, ver­wirk­lichte Privat­gärten ein­zu­rei­chen, die von einer re­nom­mier­ten Jury aus­ge­wählt und prä­miert wurden.

Gezeigt wird eine beeindruckende Vielfalt anhand inspi­rie­ren­der Farb­ab­bil­dungen und aus­sage­kräf­tiger Garten­pläne. Detail­lierte Anga­ben zu Beson­der­hei­ten des Grund­stücks, des Kon­zepts, der ver­wen­deten Mate­ria­lien und der Aus­wahl der Pflan­zen runden die 50 Garten­porträts ab.
 

Modulbau

Planen und Bauen mit Raummodulen und vorgefertigten Elementen

Modulbau
Von Thomas Jakob
2019
Format 20 x 28,9 cm
Softcover
39,90 Euro
ISBN 9783955535025
Erschienen bei der DETAIL Business Information GmbH, München.
Weitere Informationen unter www.detail.de

Das Buch gibt einen hervorragenden Über­blick über die Mög­lich­kei­ten des Modul­baus. Archi­tek­ten er­läu­tern an­hand aus­gewähl­ter Praxis­bei­spiele aus den Berei­chen Woh­nen, Bil­dung, Gewerbe und Gesund­heits­wesen ihre Er­fah­rungen mit dem modu­la­ren Bauen. Zahl­rei­che Fotos, Detail­zeich­nungen und Grund­risse illus­trie­ren die je­wei­ligen An­for­de­rungen des Bau­herrn und die Ent­wurfs­idee des Archi­tekten.

Einleitende Beiträge von ausgewiesenen Exper­ten unter anderem zu den Beson­der­hei­ten bei Planung, Aus­schrei­bung und Ver­gabe sowie zum Schall- und Brand­schutz kom­plet­tieren das Praxis­hand­buch und machen es zu einem un­ver­zicht­baren Nach­schlage­werk für Archi­tekten sowie öf­fent­liche und private Bau­herren.

 

Schallschutzmängel

Juristisch kommentiert für Sachverständige. Technisch kommentiert für Juristen

Schallschutzmängel
Von Susanne Lochner-Weiß und Rainer Pohlenz
2019
214 Seiten mit 67 teilweise farbigen Abbildungen
Softcover
39,80 Euro
ISBN 978-3-7388-0268-9
Erschienen im Fraunhofer IRB Verlag, Stuttgart.
Weitere Informationen unter www.baufachinformation.de

Das Thema Schallschutz ist sowohl in der Recht­spre­chung als auch in den tech­ni­schen Regel­werken seit Jahr­zehn­ten stän­dig in Bewe­gung. Die beiden BGH-Ent­schei­dungen, die bei ge­schul­de­tem üb­li­chem Kom­fort ein über die An­for­de­rungen der DIN 4109:1989 hinaus­gehen­des Schall­schutz­niveau for­der­ten, ohne aber das Mehr kon­kret fest­zu­legen, haben zu Ver­un­si­che­rung bei Bau­schaf­fen­den und Juris­ten geführt.

Das Buch soll Sachverständige mit der Denk­weise und Heran­gehens­weise der Juris­ten ver­trau­ter machen; bei diesen wie­de­rum möchte das Werk Ver­ständ­nis für tech­ni­sche Problem­stel­lungen wecken. Nach juris­ti­schen Gesichts­punk­ten ge­glie­dert, werden Fälle mit ty­pi­schen und auch un­ty­pi­schen Schall­schutz­mängeln be­schrie­ben, die Sach­ver­halte ana­ly­siert, Empfeh­lungen daraus her­ge­lei­tet und an­schlie­ßend juris­tisch kom­men­tiert.

 

BAUTIPP

Materialengpässe und Preissteigerungen

Baumaterial
Die Bauunternehmen registrieren bei Preis­anfra­gen zu ver­schie­denen Bau­mate­ria­lien seit dem vier­ten Quar­tal 2020 Preis­stei­ge­rungen, ins­beson­dere bei Stahl, Holz und Dämm­stoffen – und das mit einer sehr dyna­mi­schen Ent­wick­lung.

Der Bau muss sich auf eine Phase mit Material­eng­pässen und Preis­stei­ge­rungen ein­stellen. Teil­weise gibt es bereits Liefer­schwie­rig­keiten, warnt Felix Pakleppa, Haupt­geschäfts­führer des Zentral­ver­bands Deut­sches Bau­gewer­be (ZDB). Gegen­über Sep­tem­ber 2020 ver­zeich­net die Bran­che nach Anga­ben des Statis­ti­schen Bundes­amts Preis­zu­wächse bei Holz um ca. 15 – 20 %, bei Diesel­kraft­stoff um 20 %, bei Mineral­öl­erzeug­nis­sen um 15 % und bei Beton­stahl um fast 30 %.

Pakleppa begründet die derzeitige Preis­ent­wick­lung mit der Corona­virus-Pan­de­mie: „Im ersten Halb­jahr 2020 wurden in­fol­ge des Nach­frage­ein­bruchs welt­weit Produk­tions­kapa­zi­täten herun­ter­gefah­ren. Ins­beson­dere mit dem An­sprin­gen der Kon­junk­tur in China im drit­ten Quar­tal 2020 wuchs die Nach­frage schnel­ler, als welt­weit die Pro­duk­tions­kapa­zi­täten wieder hoch­gefah­ren werden konn­ten.“ Vor diesem Hinter­grund for­dert Pakleppa, auch in Deutsch­land wieder ver­mehrt Kies, Sand und Gips ab­zu­bauen: „Es kann nicht sein, dass wir von impor­tier­ten Bau­stoffen ab­hängig sind, wenn wir über große Mengen mine­ra­li­scher Bau­stoffe im eige­nen Land ver­fügen. Darüber hinaus muss das Recy­cling mine­ra­li­scher Bau­stoffe mehr Fahrt auf­neh­men. Hier kommt der öf­fentl­ichen Hand als gro­ßem Auf­trag­geber eine wich­tige Vor­bild­funk­tion zu.“

(Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe)

 

PRODUKT DES MONATS

Weißlack-Füllungstüren Eigenmarke „Berlin“

Weißlacktür Modell Berlin 03
Modell Berlin 03
Weiß beherrscht den Markt. Beim Kauf von Innen­tür-Ele­men­ten be­schränkt sich die Wahl dabei aller­dings oft auf RAL 9010 oder RAL 9016. Mit RAL 9003 gewinnt nun ein wei­teres Weiß an Beliebt­heit. Doch wodurch unter­schei­den sich die Farb­töne eigent­lich?

Beim klassischen Weißlack ähnlich RAL 9010 Rein­weiß handelt es sich um einen etwas wär­me­ren Farb­ton mit leich­tem An­flug von Gelb. Diese Weiß-Va­rian­te passt sich als softe Ober­flä­chen­farbe bei­nahe jedem Wohn­am­bien­te an, gilt eher als zurück­hal­tend und ist damit zeit­los. Dem­gegen­über gehört RAL 9016 Ver­kehrs­weiß zu den hell­sten Weiß­tönen. Das zeit­los-kühle Weiß mit dem de­zen­ten Grau­stich bringt Licht und Weite in jeden Raum. Viele Ge­stal­ter wählen Ver­kehrs­weiß als Grund­ton von Büros und Woh­nungen, wo es für ein gutes Raum- und Arbeits­umfeld sorgt.

Weißlacktür Modell Berlin 01
Modell Berlin 01
Modelle Berlin 01/03 ähnlich RAL 9003 in 1985/2110 mm am Lager

Wem das nicht reicht, wer noch weißeres Weiß verlangt, ent­schei­det sich mitt­ler­weile für RAL 9003 Signal­weiß. Immer mehr Aus­schrei­bungen for­dern Signal­weiß als Farb­ton für moder­nes, gerad­li­ni­ges Inte­ri­eur, der bes­tens har­mo­niert mit den meist­ver­kauf­ten weißen Fuß­leis­ten, Schal­ter­serien und Wand­farben, wie z. B. Alpina Weiß.

Die Modelle Berlin 01 mit einer Kassette und Berlin 03 mit drei Kas­set­ten aus unse­rer haus­eige­nen Weiß­lack­türen-Serie spie­geln diesen Trend perfekt. Ab sofort sind beide Innen­türen in den vier Stan­dard­brei­ten und für Wand­stärken von 80 – 270 mm sowohl in Höhe 1985 mm als auch in 2110 mm vom Lager ver­füg­bar.

 

RUND UMS HOLZ

Recycling-Reform

Recycling-Baustoffe
In den letzten Jahren sind die Entsor­gungs­kosten von Bau­abfäl­len deut­lich gestie­gen. Als Preis­trei­ber wird von Fach­ver­bän­den u. a. knapper Deponie­raum und die damit ver­bun­de­nen, langen Trans­port­wege an­ge­sehen.

Vor diesem Hintergrund hat im November ver­gan­ge­nen Jahres der Bunde­srat dem Be­schluss zur so­ge­nann­ten Mantel­ver­ord­nung zu­ge­stimmt. Bei der Mantel­ver­ord­nung han­delt es sich um ein zen­tra­les um­welt­poli­ti­sches Vor­haben, mit dem bundes­ein­heit­lich und rechts­ver­bind­lich die ord­nungs­gemäße und schad­lose Ver­wer­tung minera­li­scher Ab­fälle gere­gelt werden soll. Mit einem Auf­kom­men von mehr als 275 Mio. t/a sind mine­ra­lische Ab­fälle der größ­te Abfall­strom in Deutsch­land, darun­ter minera­li­sche Bau-Ab­fälle mit über 220 Mio. t. Bisher gibt es keine bundes­ein­heit­liche Rege­lung zum Um­gang mit diesem rie­si­gen mine­ra­li­schen Abfall­auf­kommen.

Bau- und Baustoffverbände befürchten nun, dass durch die Mantel­ver­ord­nung die Bau­kos­ten zusätz­lich stark stei­gen könn­ten. Kri­tisch sehen sie vor allem die Ein­stu­fung wert­voller Recy­cling­bau­stoffe als Abfall. Durch die Ein­schrän­kung der Ver­wer­tungs­mög­lich­kei­ten lande noch mehr Müll auf den Depo­nien. Zudem führe die Mantel­ver­ord­nung ge­ra­de beim Aus­bau von Boden und dessen Wieder­ver­wer­tung zu einem un­ver­hält­nis­mäßig hohen Auf­wand für Ana­lysen sowie Anzeige- und Doku­men­ta­tions­pflich­ten. Die Ver­bände for­dern des­halb eine Über­ar­bei­tung des Kom­pro­mis­ses. Die Mantel­ver­ord­nung soll ein Jahr nach ihrer Ver­kün­dung in Kraft treten.

(Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe ZDB)