Internet News 05-21 / Rund ums Holz: Recycling-Reform

Recycling-Reform

Recycling-Baustoffe
In den letzten Jahren sind die Entsor­gungs­kosten von Bau­abfäl­len deut­lich gestie­gen. Als Preis­trei­ber wird von Fach­ver­bän­den u. a. knapper Deponie­raum und die damit ver­bun­de­nen, langen Trans­port­wege an­ge­sehen.

Vor diesem Hintergrund hat im November ver­gan­ge­nen Jahres der Bunde­srat dem Be­schluss zur so­ge­nann­ten Mantel­ver­ord­nung zu­ge­stimmt. Bei der Mantel­ver­ord­nung han­delt es sich um ein zen­tra­les um­welt­poli­ti­sches Vor­haben, mit dem bundes­ein­heit­lich und rechts­ver­bind­lich die ord­nungs­gemäße und schad­lose Ver­wer­tung minera­li­scher Ab­fälle gere­gelt werden soll. Mit einem Auf­kom­men von mehr als 275 Mio. t/a sind mine­ra­lische Ab­fälle der größ­te Abfall­strom in Deutsch­land, darun­ter minera­li­sche Bau-Ab­fälle mit über 220 Mio. t. Bisher gibt es keine bundes­ein­heit­liche Rege­lung zum Um­gang mit diesem rie­si­gen mine­ra­li­schen Abfall­auf­kommen.

Bau- und Baustoffverbände befürchten nun, dass durch die Mantel­ver­ord­nung die Bau­kos­ten zusätz­lich stark stei­gen könn­ten. Kri­tisch sehen sie vor allem die Ein­stu­fung wert­voller Recy­cling­bau­stoffe als Abfall. Durch die Ein­schrän­kung der Ver­wer­tungs­mög­lich­kei­ten lande noch mehr Müll auf den Depo­nien. Zudem führe die Mantel­ver­ord­nung ge­ra­de beim Aus­bau von Boden und dessen Wieder­ver­wer­tung zu einem un­ver­hält­nis­mäßig hohen Auf­wand für Ana­lysen sowie Anzeige- und Doku­men­ta­tions­pflich­ten. Die Ver­bände for­dern des­halb eine Über­ar­bei­tung des Kom­pro­mis­ses. Die Mantel­ver­ord­nung soll ein Jahr nach ihrer Ver­kün­dung in Kraft treten.

(Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe ZDB)