Internet News 05-21 / Bautipp: Materialengpässe und Preissteigerungen

Materialengpässe und Preissteigerungen

Baumaterial
Die Bauunternehmen registrieren bei Preis­anfra­gen zu ver­schie­denen Bau­mate­ria­lien seit dem vier­ten Quar­tal 2020 Preis­stei­ge­rungen, ins­beson­dere bei Stahl, Holz und Dämm­stoffen – und das mit einer sehr dyna­mi­schen Ent­wick­lung.

Der Bau muss sich auf eine Phase mit Material­eng­pässen und Preis­stei­ge­rungen ein­stellen. Teil­weise gibt es bereits Liefer­schwie­rig­keiten, warnt Felix Pakleppa, Haupt­geschäfts­führer des Zentral­ver­bands Deut­sches Bau­gewer­be (ZDB). Gegen­über Sep­tem­ber 2020 ver­zeich­net die Bran­che nach Anga­ben des Statis­ti­schen Bundes­amts Preis­zu­wächse bei Holz um ca. 15 – 20 %, bei Diesel­kraft­stoff um 20 %, bei Mineral­öl­erzeug­nis­sen um 15 % und bei Beton­stahl um fast 30 %.

Pakleppa begründet die derzeitige Preis­ent­wick­lung mit der Corona­virus-Pan­de­mie: „Im ersten Halb­jahr 2020 wurden in­fol­ge des Nach­frage­ein­bruchs welt­weit Produk­tions­kapa­zi­täten herun­ter­gefah­ren. Ins­beson­dere mit dem An­sprin­gen der Kon­junk­tur in China im drit­ten Quar­tal 2020 wuchs die Nach­frage schnel­ler, als welt­weit die Pro­duk­tions­kapa­zi­täten wieder hoch­gefah­ren werden konn­ten.“ Vor diesem Hinter­grund for­dert Pakleppa, auch in Deutsch­land wieder ver­mehrt Kies, Sand und Gips ab­zu­bauen: „Es kann nicht sein, dass wir von impor­tier­ten Bau­stoffen ab­hängig sind, wenn wir über große Mengen mine­ra­li­scher Bau­stoffe im eige­nen Land ver­fügen. Darüber hinaus muss das Recy­cling mine­ra­li­scher Bau­stoffe mehr Fahrt auf­neh­men. Hier kommt der öf­fentl­ichen Hand als gro­ßem Auf­trag­geber eine wich­tige Vor­bild­funk­tion zu.“

(Quelle: Zentralverband Deutsches Baugewerbe)