Eckpunkte zum Gebäudemodernisierungsgesetz
Die Eckpunkte des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) – in der Nachfolge des derzeit geltenden Gebäudeenergiegesetzes – liegen nun vor. Im Informationspapier heißt es dazu u. a., „Die pauschale Vorgabe eines Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung für alle Neu- und Bestandbauten“ soll entfallen; und weiter: „Auch Betriebsverbote für bestimmte Heizungsarten streichen wir.“
Das neue Gesetz werde keine Regelungen enthalten, die den Ausbau oder Wechsel bestehender funktionierender Heizungssysteme verpflichtend machen. Zudem wird die Beratungspflicht beim Heizungstausch abgeschafft. Künftig können neben der Wärmepumpe, Fernwärme, hybriden Heizungsmodellen und Biomasseheizung weiterhin auch Gas- und Ölheizungen eingebaut werden. Voraussetzung ist, dass diese ab 1.1.2029 einen zunehmenden Anteil CO
2-neutraler Brennstoffe nutzen, was im Informationspapier als Bio-Treppe bezeichnet wird. Ab Januar 2029 muss dieser Anteil bei mindestens zehn Prozent liegen. Der weitere Anstieg bis 2040 soll in drei Schritten im Gesetz festgelegt werden. Für den Bioanteil in Gas und Öl entfällt der CO
2-Preis.
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www.geb-info.de.
Fachzeitschrift mit zwei Sonderheften zum Holzbau
Der Holzbau bleibt auch 2026 einer der dynamischsten Bereiche der Bauwirtschaft. Trotz konjunktureller Abkühlung konnte der Anteil des Holzbaus im Neubau und in der Sanierung weiter zulegen – getrieben von Klimazielen, CO2-Bilanzierung und dem politischen Fokus auf nachhaltige Baustoffe.
Besonders im mehrgeschossigen Wohnbau und bei kommunalen Projekten gewinnt Holz an Bedeutung. Fachleute erwarten für die kommenden Jahre eine stabile bis leicht wachsende Entwicklung, getragen von Innovationen und zunehmender Akzeptanz in der Architektur. Bereits im Jahr 1923 erschien erstmals die renommierte Fachzeitschrift „Bautechnik – Zeitschrift für den gesamten Ingenieurbau“ im Verlag Ernst & Sohn. Sie gibt im April und im November diesen Jahres zwei Sonderhefte zum Thema Holzbau heraus.
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www.ernst-und-sohn.de
Villa Beer in Wien: Besichtigung nach Renovierung
Bild: © Hertha Hurnaus
Seit März 2026 ist die Villa Beer in Wien-Hietzing für die Öffentlichkeit zugänglich. Das von Josef Frank und Oskar Wlach entworfene Wohnhaus aus den Jahren 1929/30 gilt als Ikone der Wiener Moderne.
Das Wohnhaus für Julius und Margarete Beer gilt als Höhepunkt von Franks architektonischem Schaffen. Anders als bei streng funktionalen Grundrissen entwickelten Frank und Wlach eine offene, dreidimensional gedachte Raumfolge, die Bewegung, Blickbeziehungen und unterschiedliche Atmosphären miteinander verbindet. Bis heute gilt die Villa als modellhaft, da sie Franks Haltung einer offenen, humanen Moderne mit klarer, aber behaglicher Raumqualität vereint.
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Neue Broschüre zum Rohstoff Holz
Im dynamischen Alltag kann es manchmal wertvoll sein, fachlich fundierte Hintergrundinformationen zum Baustoff Holz schnell zur Hand zu haben. Die kürzlich erschienene Broschüre „Holz in Deutschland“ der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) liefert genau das: kompakte Grundlagen und übersichtliche Daten zum klimaschützenden Rohstoff unseres Bauwesens.
Die 60-seitige Publikation spannt thematisch einen breiten Bogen auf: Sie erklärt die Rolle von Holz im Klimaschutz, beleuchtet Aufbau, Eigenschaften und heimische Holzarten sowie das nationale Holzaufkommen und führt in zentrale Verarbeitungs- und Anwendungsmöglichkeiten ein. Ergänzt werden die Inhalte durch anschauliche Grafiken, „Schon gewusst?“-Kästen für schnelle Einblicke und QR-Codes, die zur vertiefenden Information in die FNR-Wissenswelt führen. „Holz in Deutschland“ ist über die FNR-Mediathek als Download sowie als gedruckte Ausgabe erhältlich.
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mediathek.fnr.de.
Göteborg baut Sportzentrum aus Holz
Göteborgs neues Centralbadet soll 2031 fertiggestellt werden – unter einem Dach aus Holz. Auf über 50.000 m² werden neben den Schwimm- und Sporthallen auch ein Basketballplatz, ein Fitnessstudio, verschiedene Saunen, ein Restaurant und Büros untergebracht.
Das verantwortliche Architekturbüro Henning Larsen setzt dabei verstärkt auf Holz, um den CO
2-Fußabdruck zu verringern und die Wiederverwendung der verbauten Materialien sicherzustellen. Beton kommt nur für die Schwimmbecken zum Einsatz, während das Dach von Brettschichtholzträgern getragen wird, denen die feuchte Luft nichts anhaben kann. Daneben werden andere Deckenelemente sowie Innenwände und Dämmungen ebenfalls aus Holz bestehen.
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www.bauenmitholz.de.
TERMINE
Messen und Veranstaltungen
Salone Internazionale del Mobile
Internationale Möbelausstellung
2. Internationales Holzbau Symposium/Gipfel
Nachhaltiges Bauen und Wohnen
BUCHTIPP
Gärten des Jahres 2026
Von Susanne Wiborg und Konstanze Neubauer
2026
3636 Seiten
Gebunden mit UV-Lack und Farbschnitt
59,95 Euro
ISBN 978-3-7667-2793-0
Erscheint im Callwey Verlag, München.
Weitere Informationen unter
callwey.de
Gärten des Jahres ist der bedeutendste Award für Gartengestaltung im deutschsprachigen Raum. Die Projektauswahl im Buch zeigt eine beeindruckende Bandbreite an privaten Gartenwelten – von puristischen Rückzugsorten über opulente Blütenparadiese bis hin zu raffiniert gestalteten Stadtoasen. Jedes der 50 Gartenporträts wird durch detaillierte Angaben zu Besonderheiten des Grundstücks, zum Konzept und zu den Ideen der Planerinnen und Planer ergänzt.
Kreislauffähiger Holzbau
Von Sandra Schuster und Stefan Birk
06/2026
Zahlreiche Abbildungen und Fotos
Hardcover
Format 21 x 29 cm
54,90 Euro
ISBN 978-3-95553-682-4
Erschienen bei Edition DETAIL, München.
Weitere Informationen unter
www.detail.de
Dieses Buch zeigt, wie Gebäude so entworfen und konstruiert werden können, dass sie sich nach ihrer Nutzung demontieren lassen und die Materialien wiederverwendet oder hochwertig recycelt werden können. Der Praxis-Band Kreislauffähiger Holzbau vermittelt Grundlagen und Konzepte wie Scherschichtenmodell, Systemtrennung und Design for Disassembly und verbindet den Stand der aktuellen Forschung mit Beispielen aus der Praxis.
Mit sicherer Hand
Möbel bauen mit klassischen Handwerkzeugen
Von Robert Wearing
2022
Format 16,5 cm x 23,5 cm
29,- Euro
ISBN 9783748605577
Erschienen bei Vincentz Network GmbH & Co. KG, Hannover.
Weitere Informationen unter
www.holzwerken.net
Das Buch deckt eine breite Palette an Techniken und Tischlerweisheiten ab und bringt die Grundlagen der Holzbearbeitung durch Handwerkzeuge näher. Es zeigt, wie alle Werkzeuge zusammenspielen, um präzise zu arbeiten, wie man Fertigkeiten sammelt und sie beim Bau von Möbeln anwendet. Durch die Kombination von einfachen, aber präzisen Zeichnungen und zahlreichen Ratschlägen zur Instandhaltung und dem richtigen Umgang mit Handwerkzeugen profitieren Anfänger und erfahrene Holzhandwerker von fundiertem Wissen.
Grün in allen Farben
Wie farbige Blüten und Blätter Atmosphäre in den Garten bringen
Von Lucy Bellmann und Sabine Hesemann
2026
224 Seiten mit 340 Farbfotos
Gebunden
Format 24,6 x 18,9 cm
28,- Euro
ISBN 978-3-8186-2714-0
Erschienen im Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.
Weitere Informationen unter
ulmer.de
Das Buch illustriert, wie man mit modernen Farbkonzepten ausdrucksstarke Pflanzen auswählt und sie effektvoll in Szene setzt. So entsteht eine lebendige Gartengestaltung, die für Farbe rund ums Jahr sorgt und bestens auch für kleine Gartenräume geeignet ist. Die Top 40 farbigen Pflanzen werden ergänzt durch die Basics zur Pflanzung und Pflege und kreative Topfgartenideen.
Der neue romantische Garten
Inspirationen aus England
Von Jo Thompson
2026
248 Seiten
Gebunden mit Hochprägung und Heißfolie
39,95 Euro
ISBN 978-3-7667-2896-8
Erschienen im Callwey Verlag, München.
Weitere Informationen unter
callwey.de
Dieses Buch führt in die Welt von 30 Gärten, die Tradition und Moderne auf bemerkenswerte Weise verbinden. Mit detailreichen Fallstudien, praktischen Gestaltungsideen und einer Fülle atmosphärischer Fotografien bietet es Inspiration, verspielte Ideenansätze und wird zu einem Standardwerk für alle, die ihre Gärten lebendig und unverwechselbar gestalten möchten.
BAUTIPP
BG BAU fördert Einschraubhilfe
Bild: HECO-Schrauben GmbH & Co. KG
Die BG BAU erweitert 2026 ihr Förderangebot um neue Arbeitsschutzprämien. Die finanziellen Zuschüsse tragen dazu bei, Unternehmen die Einführung praktikabler Lösungen für den Arbeitsalltag zu erleichtern.
Im Holzbau erfordert das Eindrehen großer oder langer Schrauben viel Kraft und es entstehen hohe Drehmomente. Rutschen Beschäftigte beim Einschrauben ab, können sie stürzen, abstürzen oder sich Stichverletzungen durch den Schraubbit zuziehen. Wird hingegen eine Einschraubhilfe genutzt, muss weniger Druck ausgeübt und können Zwangshaltungen vermieden werden. Sie ermöglicht also ergonomisches Arbeiten und verhindert ein Abrutschen der Maschine von der Schraube. In Verbindung mit Bitverlängerungen kann eine Einschraubhilfe sogar als Leiterersatz dienen, etwa beim Verbinden von Holzrahmenbauwänden oder Decken.
Die BG BAU fördert die Einschraubhilfe beitragsabhängig mit 50 % der Anschaffungskosten, maximal 200 €. Die beitragsabhängige Prämienförderung können alle Unternehmen mit mindestens einer oder einem Beschäftigten und einem jährlichen Beitrag von mindestens 100 € nutzen. Auch Unternehmerinnen und Unternehmer ohne Beschäftigte sind antragsberechtigt, sofern sie freiwillig bei der BG BAU versichert sind.
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter
bauportal.bgbau.de
PRODUKT DES MONATS
megawood® Terassendielen
Am Standort in Aschersleben betreibt megawood® Europas größtes Produktionszentrum für polymergebundene Holzwerkstoffe.
Hier entsteht mit GCC (German Composer Composite) ein klimapositiver, kreislauffähiger und zertifizierter Naturwerkstoff. In einem patentierten Verfahren werden Naturfasern mit recycelten High-Performance-Polymeren und Kunstharzen gemischt und zu Brettern und Balken extrudiert.
GCC HOLZart: Widerstandsfähig ohne Pflege und Beschichtung
Das Kombidielenprofil der CLASSIC Terrassendielen von megawood® erlaubt z. B. eine beidseitige Verlegung: entweder mit fein geriffelter oder genuteter Oberfläche. So eignen sich CLASSIC Massivdielen für jede Umgebung. Seit 2024 bietet megawood® die CLASSIC Dielen in den zwei verschiedenen Holzwerkstoffen GCC HOLZart und GCC HARZart an.
Durch 75 % Holzfasern, ergänzt mit Polymeren und Additiven, entspricht GCC HOLZart in Optik, Haptik und Verarbeitung exakt dem Naturmaterial. Der entscheidende Vorteil: Produkte aus GCC HOLZart sind widerstandsfähig und benötigen weder Pflege noch Beschichtung.
Für die Herstellung des Werkstoffs GCC finden ausnahmslos Holzfasern Verwendung, die als Restholz in der Hobel- und Sägeindustrie anfallen. Das Holz dazu stammt aus nachhaltig bewirtschafteten und PEFC-zertifizierten europäischen Waldbeständen. Gewöhnlich werden die als Abfallprodukt deklarierten Holzfasern verbrannt. Der darin gebundene Kohlenstoff wird als CO
2 in die Atmosphäre freigesetzt. Bei megawood® bleiben die Späne stattdessen im Stoffkreislauf. Der Einsatz von megawood® Terrassendielen garantiert damit eine langfristige Speicherung von Kohlenstoff.
Weitere Informationen zum megawood® Portfolio, Musterflächen und Fachberatung erhalten Sie in den Gartenabteilungen unserer Niederlassungen.
RUND UMS HOLZ
Neue Studie zum Holzbau in Europa
Wie kann der öffentliche Sektor den Holzbau europaweit voranbringen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Studie der European Wood Policy Platform woodpop.eu. Die Untersuchung analysiert Programme, Förderinstrumente und Beratungsangebote aus sieben europäischen Ländern und zeigt, wie öffentliche Bauaufträge durch den verstärkten Einsatz von Holz gezielt zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors beitragen können.
In Deutschland bestimmt das föderale System mit 16 unterschiedlichen Landesbauordnungen die Rahmenbedingungen für den Holzbau. Zwar existieren bundesweite Leitlinien wie das Bundesbaugesetz, doch die Umsetzung erfolgt dezentral. Die Studie betont daher die Bedeutung von Länder-Initiativen für den Holzbau, die lokale Kompetenzen und Strukturen gezielt einbinden – etwa in Hamburg, Baden-Württemberg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern.
Ein wichtiger Fortschritt auf nationaler Ebene war die Verabschiedung der neuen Muster-Holzbau-Richtlinie durch die Bauministerkonferenz im Oktober 2024. Sie soll das Bauen mit Holz vereinfachen und landesweit harmonisieren, sobald die Bundesländer sie in ihre Landesbauordnungen übernehmen.
Trotz wachsender politischer Unterstützung bestehen laut Studie weiterhin Herausforderungen: Die föderale Vielfalt erschwert die Vereinheitlichung von Bau- und Vergaberegeln, digitale Planungs- und Ausschreibungsprozesse sind noch unzureichend verzahnt, und kleinere Kommunen verfügen oft nicht über die personellen Ressourcen, um innovative Holzbauprojekte umzusetzen. Gleichzeitig wächst die Akzeptanz von Holzbau – getrieben durch die Klimavorteile, die hohe Baugeschwindigkeit und die Wirtschaftlichkeit moderner Bauweisen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie u. a. unter
www.bauenmitholz.de.