Internet News 04-21 / Bautipp: Systemfremde WDVS-Komponenten unzulässig

Systemfremde WDVS-Komponenten unzulässig

WDVS
Foto: © VDPM
Aus aktuellem Anlass einer Bau­stellen-Lie­fe­rung von Dämm­plat­ten, die nicht als System­bestand­teil von WDVS ge­prüft und dekla­riert waren, hat der Ver­band für Dämm­systeme, Putz und Mörtel (VDPM) über ein Mit­glieds­unter­neh­men das Deut­sche Ins­ti­tut für Bau­tech­nik (DIBt) um eine Stel­lung­nahme zu diesem Sach­verhalt gebeten.

Grundsätzlich gilt, dass Systemhalter von Wärme­dämm-Ver­bund­sys­temen (WDVS) in der all­ge­meinen bau­auf­sicht­li­chen Zu­las­sung be­zie­hungs­weise all­ge­mei­nen Bau­art­ge­neh­mi­gung doku­men­tieren, welche System­kompo­nenten in wel­chen Konfi­gu­ra­tionen ge­prüft und zur Ver­wen­dung frei­gegeben sind. Ab­wei­chungen von dieser ge­prüf­ten Kon­stel­la­tion durch Lie­fe­rung und Ein­satz system­frem­der Kompo­nen­ten sind un­zulässig. Ein WDVS ohne all­ge­meine bau­auf­sicht­liche Zu­las­sung bzw. all­ge­meine Bau­art­ge­neh­mi­gung darf in Deutsch­land nicht ver­wen­det werden; ent­spre­chende Rege­lungen be­ste­hen auch für WDVS mit ETA.

Die Zertifizierung wird immer für das kom­plette Sys­tem er­teilt und damit für die dem Sys­tem vom System­halter zu­ge­ord­ne­ten und als solche gekenn­zeich­ne­ten Kompo­nenten. Wer­den bei­spiels­weise Dämm­platten, Kleber oder Mörtel aus system­frem­den Bezugs­quel­len ein­ge­setzt, liegt ein Ver­stoß gegen gel­tendes Bau­recht vor. Außer­dem er­lischt die Gewähr­leis­tung des System­halters und geht voll­um­fäng­lich auf den Ver­ar­bei­ter über.

Mehr zu diesem Thema finden Sie unter www.vdpm.info.