Internet News 02-20 / Bautipp: Asbestsanierung

Asbestsanierung

Asbest
Asbest stellt heute in erster Linie ein Ent­sor­gungs­problem bei der Sanie­rung von Gebäu­den dar. Es wurde wegen seiner hervor­ra­gen­den und viel­fäl­ti­gen tech­ni­schen Eigen­schaf­ten lange Zeit in der Bau­indus­trie ein­ge­setzt. Chry­sotil, auch Weiß­asbest genannt, fand die brei­teste An­wen­dung, zum größ­ten Teil in Asbest­zement­plat­ten, -schin­deln und -rohren.

Obwohl bereits 1970 als krebserregend eingestuft, sind bis in die 1980er Jahre asbest­hal­tige Bau­mate­ria­lien in und an Gebäu­den ver­wen­det worden. Gesund­heits­schäd­lich ist dabei in erster Linie das Ein­atmen von Asbest­fasern, die bei der Bear­bei­tung oder Be­schä­di­gung frei­ge­setzt werden. Auf­grund der in­zwi­schen ein­deutig fest­ge­stell­ten Gefah­ren ist der Ein­satz in der EU seit 1993 durch die Chemi­ka­lien-Verbots­ver­ord­nung in Deutsch­land unter­sagt.

Der Umgang mit Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instand­hal­tungs­arbei­ten sowie der Abfall­ent­sor­gung ist in der Tech­ni­schen Regel für Gefahr­stoffe 519 gere­gelt. Gebäu­de­eigen­tümer sind ver­pflich­tet, vor Beginn von Ab­bruch-, Umbau- oder Sanie­rungs­maß­nah­men einem As­best­ver­dacht nach­zu­gehen. Die Ent­sor­gung von As­best zu­sam­men mit anderen Ab­fäl­len, z. B. ge­misch­tem Bau­abfall, ist un­zu­lässig. Ab­bruch­mate­rial ist in dicht ver­schließ­bare Behält­nisse zu ver­packen und darf nie­mals als Haus­müll oder Sperr­müll ent­sorgt werden. Tätig­kei­ten mit as­best­hal­tigen Bau­stoffen dürfen nur von Fach­be­trie­ben durch­ge­führt werden; die Ent­sor­gung ist mit dem zu­stän­di­gen Abfall­wirt­schaft­samt ab­zu­stim­men.

Mehr zu diesem Thema finden Sie u. a. unter www.berlin.de.